Ich habe immer ein Projekt, an dem ich arbeite.
Ich berichte gerne wissenswertes aus der Praxis und beantworte Fragen.
Wird bei mir ein Rezept benötigt?
Nein! bei mir ist kein Rezept nötig, egal ob für Heilpraktiker oder Physiotherapie Behandlungen.
Solltest du eine Zusatzversicherung besitzen ist es immer sinnvoll, dies im voraus mit der Krankenkasse zu klären.
Bei mir sind Kassenpatienten natürlich gerne erwünscht. Die Eigenleistung bietet auch viele Vorteile z.B. deutlich längere Behandlungszeiten, bessere Behandlungserfolge, breiteres Behandlungsspektrum, keine Wartezeiten und individuellere Behandlungen!
Wie finde ich den richtigen Heilpraktiker? >Patientencheckliste<
Diese Frage sollte sich vorab jeder Patient stellen, denn Heilpraktiker mit verschiedensten Behandlungsangeboten gibt es viele. Zusätzlich kursieren durch die Medien immer wieder Fälle von Behandlungsfehlern, insbesondere durch Heilpraktiker. Zu diesem Thema kann ich nur mit meine persönlichen Meinung Stellung beziehen und habe dafür eine grundlegende Patientencheckliste erstellt, denn Wissen schützt vor möglichen Behandlungsfehlern und hilft bei der Wahl des "richtigen" Therapeuten.
- vorab den beruflichen Werdegang bzw. Ausbildung des Therapeuten erfragen, falls diese/r nicht ersichtlich ist!
Es muss erwähnt werden, dass es zur Ausübung des Heilpraktikers keine geregelte standardisierte Ausbildung gibt! Eine Grundlage z.B. durch medizinische Berufe oder diverse mehrjährige Ausbildungen sind fundamental. Bitte besonders bei der Bezeichnung "Chiropraktiker" auf die medizinischen Vorkenntnisse achten.
- welche Behandlungen werden angeboten
Welche Behandlungen angeboten werden steht dem Heilpraktiker offen. Jeder Therapeut hat hier seinen eigenen Schwerpunkt und viele Wege führen bekanntlich zum Ziel. Ein grobes Wissen über die Behandlungsmöglichkeiten ist für den Patienten immer sinnvoll. Ein Behandlungsziel kann nur erreicht werden, wenn sich der Patient mit der jeweiligen Behandlungsform wohl fühlt.
- Wissen um welche Art von Heilpraktiker es sich handelt
es wird zwischen dem "kleinen Heilpraktiker" = Heilpraktiker für Psychotherapie (Beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie z.B. Gesprächstherapie, Hypnose etc.) sowie dem "großen Heilpraktiker" unterschieden. Letzterer ist je nach Zusatzfortbildungen zu Behandlungen die den Körper direkt betreffen z.B. Akupunktur, Infusionen, Atlastherapie etc. befähigt.
Der Heilpraktiker unterliegt generell dem Heilpraktikergesetz = das Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunden ohne Bestallung von 1939.
- Preise und Pakete beachten
Ein sehr hoher Preis kann leider nicht mit einer sehr hohen Qualität gleichgesetzt werden. Immens hohe Paketpreise, diverse Verkaufsprodukte oder Stunden-Minutensätze sollten als Patient immer nachvollziehbar und transparent sein.
- überprüfen ob ein/e Anamnese bzw. Erstgespräch stattfindet
Eine Behandlung ohne Befund ist nicht möglich. Jede Therapie beginnt mit einem Gespräch vorauf je nach Therapieform auch eine körperliche Befunderhebung stattfindet.
- Vertrauensverhältnis / Bauchgefühl vertrauen
Die Grundlage eine erfolgreichen Behandlung liegt auch im Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Therapeuten - nur so können Behandlungsziele erreicht werden!
Abschlusswort:
Falls schwerwiegende Zweifel an den Fähigkeiten oder Absichten des Therapeuten bestehen sollte man im Zweifel die Behandlung beenden, oder die Therapie im besten Falle bereits im Erstgespräch abschließen.
Bitte setzen Sie niemals verschreibungspflichtige Medikamente auf Rat eines Heilpraktikers, oder eines anderen Therapeuten, ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ab! (erst recht nicht Psychopharmaka oder Chemotherapeutika) - Dies ist immer ein Hinweis auf eine sehr umprofessionelle Arbeitsweise und mangelndes Fachwissen.
Ich hoffe ich konnte bei der Wahl des Heilpraktikers etwas behilflich sein.
Für jede Beschwerde gibt es auch die passende Behandlung, man muss sie nur finden.
Darum lohnt es sich selbst für seine Physiotherapie zu zahlen
Zurecht stellt man sich die Frage, weshalb jemand für seine Behandlung privat zahlen sollte, wo es doch genügend Möglichkeiten gibt an ein Rezept zu gelangen. Unten zeige ich einige Vorteile, was für mich den Unterschied ausmacht.
Vorteile für Selbstzahler:
- längere Behandlungszeiten
In den Praxen sind mittlerweile 20Minuten Behandlungstakte üblich. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass 20Minuten sehr knapp sind, dazu kommt oft noch an- und auskleiden, etwas Smalltalk und die effektive Behandlungszeit liegt sehr wahrscheinlich unter 20Minuten.
Ich plane mindestens 30Minuten mit Puffer. Zeitdruck sollte zu keiner Behandlung gehören nur so können Behandlungsziele erreicht werden.
- fokussierte Therapien
bei 3 Patienten in der Stunde ist es nur menschlich, dass im Praxisbetrieb irgendwann der Fokus vom Patienten abschweift. Die Physiotherapie benötigt Geduld, Konzentration und sehr viel Fingerspitzengefühl.
- es findet ein Erstgespräch statt
Eine ausführliche Anamnese ist für die Behandlung unabdingbar und benötigt vor allem Zeit. Im Erstgespräch werden Wünsche, Diagnosen und Erwartungen an die Therapie besprochen. Außerdem wird ein ausführlicher körperlicher Befund erstellt.
- unbegrenzte Behandlungseinheiten
Eine Limitierung von Behandlungen gibt es bei Selbstzahlern natürlich nicht. Patient und Therapeut entscheiden selbst wieviele Behandlungen nötig sind.
- keine Verordnung vom Arzt erforderlich
Voraussetzung für das Behandeln von Patienten ohne ärztliche Verordnung ist die Zulassung als Heilpraktiker. Durch die Prüfung des Gesundheitsamtes wird gewährleistet, dass der Therapeut einschätzen kann, ob ein Patient Physiotherapie erhalten kann oder einen Arzt / Orthopäden aufsuchen sollte.
- Kein Therapeutenwechsel
Wer bereits öfter in großen Physiotherapie-Praxen war kennt den Punkt des Therapeutenwechsel und wie unterschiedlich Behandlungen doch aussehen können. Um sich wirklich fallen lassen zu können ist ein Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Therapeuten nötig, immerhin gibt man seine Gesundheit in fremde Hände.
- kurzfristige Termine auch im Notfall
Natürlich kann ich keine kurzfristigen Termine versprechen, dennoch bin ich stets bemüht all zu lange Wartezeiten gerade bei akuten Beschwerden zu vermeiden.
Information zu meinen Preisen
Meine Preise sind angelehnt an die GebüH (Gebührenverordnung für Heilpraktiker). An diesen Abrechnungsziffern orientieren sich meist die Krankenkassen. In Deutschland existiert keine gültige Regelung bezüglich einer Gebührenverordnung. Inwiefern Leistungen oder Teilleistungen übernommen werden, ist je nach Versicherung unterschiedlich und muss immer individuell vom Patienten abgeklärt werden.
Unabhängig von der Versicherung kann jeder Heilpraktikerleistungen in Anspruch nehmen. Mir ist wichtig das meine Behandlungen auch für privatzahlende Patienten erschwinglich bleiben und so versuche ich immer einen guten Kompromiss zwischen Kostendeckung und Patientenwünschen zu finden.
Meine persönlichen Behandlungsschwerpunkte
Als examinierte Physiotherapeutin werde ich meinem Fundament immer treu bleiben. Die Anatomie, Physiologie sowie funktionelle Bewegungslehre bleibt mein Steckenpferd.
Trotzdem, oder gerade deshalb, betrachte ich den Körper immer als Gesamtheit - eine Gesamtheit zwischen psychischen und physischen Wohlbefinden. Ich finde es schade, dass der Physiotherapie ein rein physischen Klischee anheftet. Begriffe wie Triggerpunkte, Faszientherapie, manuelle Behandlungen oder gar Massagen werden fest mit der Krankengymnastik verbunden.
Im Gegensatz haftet am Beruf des Heilpraktikers ein häufig psychischen Klischee. Begriffe wie Energetik, Globulis oder gar "Esoterik" werden zum Teil dem Heilpraktiker zugeschrieben.
Mit diesen Gegensätzen und Vorurteilen werde ich im Alltag immer wieder konfrontiert.
Konzepte wie die Traditionelle chinesische Medizin (kurz TCM) oder Ayurveda (die traditionelle indische Heilkunst) beweisen, dass eine Differenzierung zwischen psychischer und physischer Gesundheit nicht nötig sein muss.
Mein oberstes Behandlungsziel ist immer das möglichst beste Ergebnis für meine Patienten zu erzielen und langfristig die bestehenden gesellschaftlichen Klischees zu widerlegen.
Wieviele Behandlungen sind nötig ?
Allgemein gilt bei akuten Schmerzen / bzw. einer akuten Problematik sollten die Behandlungen kürzer und öfter sein. Zum Teil sind sogar 2 Behandlungen in der Woche sinnvoll. Bei länger anhaltenden Schmerzen (bereits länger 6-8Wochen) sind längere Abstände (ca. 1x pro Woche oder sogar alle 2 Wochen) zu empfehlen. Behandlungserfolge sind meist individuell und von der Ausgangssituation, den entwickelten Kompensationsmustern, Ressourcen, Eigenleistung und auch der gewählten Behandlungsform abhängig. Gesundheit und auch Krankheit sollte als langwieriger Prozess betrachtet werden. Sollte das natürliche Gleichgewicht aus der Bahn geraten sein, braucht es etwas Geduld das Gleichgewicht wieder zu finden.
Unterschied Befund westliche Medizin und TCM
ein großer Unterschied liegt bereits in der Befunderhebung. Die westliche Medizin stützt sich großteils auf auf Laborwerte sowie bildgebende Verfahren z.B. MRT, Röntgen, CT, Ultraschall etc.
Die TCM bietet einen weitaus umfangreichere Befunderhebung, welche jedoch nicht in Tabellen oder Zahlen festgehalten werden kann. Wichtige Punkte liegen z.B. in der Pulsdiagnostik, Zungendiagnostik und Gesichtsdiagnostik. Bereits die Begrifflichkeit weichen stark von der westlichen Medizin ab. Die Organe werden fest mit der Psyche verknüpft und bestehen nicht nur aus ihrer jeweiligen physiologischen Funktion. Jedes körperliche Symptom gibt somit Aufschluss auf die psychische Situation und umgekehrt.
Was ist Qi und was sind Meridiane?
Qi beschreibt in der traditionellen chinesischen Medizin vereinfacht gesagt die Lebensenergie bzw. den Lebensfluss. Der Lebensfluss fliesst unter anderen durch 12 Haupt-Meriadiane - ein Meridian beschreibt eine Qi Leitbahn. Auf dieser Leitbahn befinden sich verschiedenste Akupunkturpunkte. Ein Akupunkturpunkt kann Einfluss auf das Qi nehmen.
Qi ist Leben und Leben ist Qi.
Ein Meridian steht zugleich immer für das psychische Befinden. Veränderungen oder gar Blockaden im Meridianverlauf stehen für das jeweiligen Organ und geben Aufschluss über den psychischen Zustand des Betroffenen. Meridiane könnten auch als Landkarten beschrieben werden.
Zusammenhang zwischen Darmgesundheit und Immunsystem
Das Darmmikrobiom wird zu recht als "vergessenes Organ" bezeichnet. Die Zusammensetzung der beheimateten Bakterienstämme ist individuell und verändert sich stetig im laufe des Lebens. Die Vielfalt und die Zusammensetzung der Bakterienstämme bestimmen die Verwertung von aufgenommenen Lebensmitteln. So kann auch das beste Superfood nur mit einer intakten Darmflora überhaupt verwertet werden.
Doch nicht nur Baktenstämme bewohnen unseren Darm. Wussten Sie das 70- 80% aller Zellen, die Antikörper produzieren in der Darmschleimhaut beheimatet sind? Die Beschreibung, das der Großteil unseres Immunsystems im Darm innewohnt ist somit mehr als zutreffend. Wiederum sind unsere Darmzellen existenziell abhängig von den Darmbakterien. Sind diese beeinträchtig leidet auch das Immunsystem.
Eine gestörte Darmflora bedingt durch Medikamente, verarbeitete Lebensmittel (Zusatzstoffe / Stabilisatoren), genveränderte Agrarpflanzen, und vieles mehr gehört inzwischen zum Alltag. Themen wie Lebensmittelunverträglichkeiten, Stoffwechselerkrankungen, Mangelerscheinungen, Nährstoffmangel, chronische Darmerkrankungen, eine daraus resultierende anhaltende Leistungsminderung etc. nehmen stetig zu.
Ich denke es ist an der Zeit unseren "vergessenen Organ" wieder neues Leben einzuhauchen und weit aus mehr Beachtung zukommen zu lassen - gerne berate ich Sie diesbezüglich.